Wollersheim steigt aus

In den letzten Monaten war der Name Wollersheim immer wieder in direkter Verbindung mit dem neu eröffneten Saunaclub Oceans in den Medien zu vernehmen. Beim Oceans handelt es sich um den größten Club dieser Art in Düsseldorf. Wollersheim dürfte vielen mittlerweile ein Begriff durch seine merkwürdigen Auftritte in Talkshows und Co. sein. Kenner der Szene wissen, dass es sich bei ihm um einen Ex-Zuhälter handelt, der nicht nur mit strafrechtlichen Verfehlungen Schlagzeilen machte, sondern in den letzten Jahren vor allem durch seine finanzielle Misere (vor allem rund um seine ehemaligen Bordelle in der Rethelstraße, Düsselsdorf). Im letzten Jahr wurde bekannt, das er ein Aushängeschild für den neuen Saunaclub Oceans werden sollte, der erst Ende 2014 eröffnet wurde. Welche Aufgaben Wollersheim allerdings dort hatte, wurde nicht bekannt. Bekannt wurde jedoch, dass die eigentlichen Gründer versuchten sich bedeckt zu halten. Bis heute ist ebenfalls nicht geklärt, woher das Geld zur Eröffnung des Oceans kommt. Hier dürften noch einige Überraschungen auf uns warten. Das Wollersheim sich aus dem neuen Edel-Saunaclub zurückzog, nicht einmal ein halbes Jahr nach der Eröffnung, war eine Überraschung, mit der niemand zunächst gerechnet hatte.

Wollersheim - Rückzug aus dem Saunaclub

Doch warum hat sich der ehemalige Zuhälter und Bordellbetreiber aus dem Saunaclub zurückgezogen? Offiziell erklärte er gegenüber den Medien, dass seine Mission erfüllt sei. Das klingt jedoch wenig glaubhaft. Angeblich sollte er nur die Bauphase begleiten und solange anwesend sein, bis das Geschäft läuft. Der Saunaclub läuft aber bis heute nicht, und für die Bauphase fehlte Wollersheim die Erfahrung. Was ist also wirklich passiert?

Bekannt ist zunächst nur, dass die Trennung einvernehmlich erfolgte. Das lässt tief blicken. Die mysteriösen Geldgeber scheinen also keinen weiteren Wert auf Wollersheim gelegt zu haben. Die Aufgaben von Wollersheim (welche das bisher waren, ist übrigens niemandem bekannt) soll jetzt der Prokurist Wolf Schreifels übernehmen. Schreifels ist kein Unbekannter und ist bereits langjährig im Bereich des Immobilienmarketings tätig. Ob der plötzliche Ausstieg in Zusammenhang mit dem aktuellen Strafverfahren gegen Wollersheim in Zusammenhang steht, ist ebenso unbekannt. Bekannt wurde in diesem Zusammenhang, das ein ehemaliger Kunde gegen ihn wegen erhöhter Rechnung in seinen damaligen Bordellen klagt. Deshalb saß Wollersheim bereits im letzten Jahr kurzzeitig in Untersuchungshaft. Um fast 33.000 Euro geht es dabei. Seit dem 24. April 2015 wird vor dem Landgericht in Düsseldorf verhandelt.

Saunaclub Oceans – Die Rechnungen

Hat Wollersheim seine Aufgaben wirklich erfüllt oder hat er versagt. Seit seinem Rückzug aus dem Saunaclub melden sich Handwerker, die bis heute auf ihr Geld warten. So zum Beispiel eine Wellness-Firma, die den Sauna-Bereich eingebaut hat und bis heute noch auf die Restforderung in Höhe von 30.000 Euro wartet. Auch andere Handwerker scheinen noch auf die Bezahlung zu warten. Die Oceans Geschäftsführung erklärt dazu, dass die Arbeiten nicht ordnungsgemäß durch die Handwerker ausgeführt wurden. Angeblich läuft das Oceans bestens. Auch wenn die Gläubiger immer mehr werden … Insgesamt sollen in den Saunaclub knapp 10. Millionen Euro investiert worden sein. Woher genau das Geld kommt, beschäftigt nach wie vor auch die Behörden.

Wollersheim denkt nicht an Ruhestand

Gegenüber den Medien erklärte Wollersheim, das er weitere Projekte in Angriff nehmen will und an den Ruhestand nicht denkt. Einen Rückzug kann sich Wollersheim auch nicht leisten, zu hoch sind die finanziellen Altlasten gegenüber dem Finanzamt und Co. Zum anderen deutet seine Aussage „Wollersheim wolle weiter im Saunaclub Sektor tätig sein“ auch daraufhin, dass es im Oceans wohl heftige Verwerfungen gegeben haben muss. Freiwillig habe Wollersheim seinen Rückzug sicherlich nicht erklärt. Wir sind auf jeden Fall gespannt, welche bösen Überraschungen der Saunaclub Oceans noch bereit hält und ob Wollersheim es noch schaffen wird, jemals wieder Boden unter den Füßen zu erlangen.

Wollersheim immer noch Pleite

Schon seit Jahren ist Wollersheim Pleite. An der Situation hat sich nicht vieles geändert. Seine damaligen Bordelle in der Rethelstraße waren nur kurzzeitig gewinnbringend und rutschten danach immer mehr in den Minusbereich. Nachdem seine Häuser in Düsseldorf geschlossen wurden, sollen auch keine neuen Lizenzen in der Rethelstraße erteilt werden. Insgesamt sieht es für Wollersheim düster aus. Seine Fernsehdoku erzielt keine hohen Einschaltquoten. Seine gebastelte (durch Schönheitsoperationen) Freundin lässt sich nur noch schwierig vermarkten und dürfte sich auch in den nächsten Jahren von Wollersheim trennen, um eigene Wege zu gehen. Am Ende bleibt nicht viel, außer Geschichten. Interessant ist dabei, dass sich Wollersheim nie als Zuhälter sah und dieses sogar durch seinen Rechtsanwalt bestätigen ließ. Seine Strafakten aus der Vergangenheit sprechen da jedoch ein anderes, sehr deutliches Bild.

Am Ende

Wollersheim ist am Ende. Er hat laut seinem Anwalt weder ein Einkommen, noch ein Vermögen: Böse Zungen könnten nun sagen, dass er von seiner Sophia lebt, die er extra noch einmal oben hat vergrößern lassen, um ihr Marktkapital zu steigern. Mittlerweile ist der ehemalige nicht Zuhälter 65 Jahre alt. Seine Karriere ist am Ende. Viel bleibt nun nicht mehr.